Weltbewegende Nichtigkeiten


Meinungsäußerungen, PR und die Freiheit
Freitag, 11. April 2008, 12:04
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Ludwig Watzal arbeitet bei der Bundeszentrale für politische Bildung, kurz bpb. Und er hat eine israelfeindliche Haltung. Seit 2005 darf er nur noch privat über seine Ansichten bezüglich Israelis, Palästinensern usw. schreiben, was er ausführlich tut. Soweit ok. Nun werden allerdings die Stimmen lauter, die verlangen, dass er aus seinem Amt bei der bpb ausscheiden soll. Genau wegen dieser Publikationen. Es ist die Rede von einer “munteren Treibjagd rechtszionistischer Kreise auf Ludwig Watzal” [junge Welt].

Wie wird Meinungsfreiheit definiert? Wie weit darf man mit seiner Meinung insbesondere gegen Israel gehen? Bzw. wie weit diese in der Öffentlichkeit vertreten? Was darf, soll und/oder muss man äußern?

Was mich dabei auch beschäftigt, in welchem Maße Medien wie Blog und Podcast besonders bei Themen wie Antisemitismus und Religiongskonflikte im allgemeinen schon heute Einfluss haben. Einiges aus dem Bereich, worüber in der Zeitung berichtet wird, hat seine Wurzeln und Anfänge im Internet, bei Meinungen von Einzelnen, die z.B. über Blogs publizieren und dann in der Zeitung zitiert werden.

Es ist interessant, wie PR und deren gezielter Einsatz über eigentliche Bedürfnisse hinaus oder hinweg nicht nur die Medien, sondern ganze gesellschaftliche oder politische Strömungen prägt, teilweise sogar erst hervorruft und festigt. Wie Meinung manipulierbar ist.


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