Gespeichert unter: Musikalisches | Schlagworte: Akkord, Klavier, Liedbegleitung, Melodie, Rhythmus, Seminar, Starnberger See, wdl
Meine letzten Tage waren sehr von Noten, Rhythmen, Sonne, Wasser, Ruhe, reichlich Essen, naja und sonst noch einigem Nettem ausgefüllt.
Ich war von Sonntag bis Mittwoch bei wdl am Starnberger See auf einem sogenannten Pianoseminar. Dabei ging es insbesondere darum, wie man aus einer Melodie und Gitarrengriffen etwas auf dem Klavier spielen kann (was sich nicht so anhört, als wenn ich es spiele… ^^). Ich kann zwar gut vom Blatt spielen, aber ansonsten bin ich absolut null kreativ. Entsprechend hat mich oftmals selbst meine Begleitung gelangweilt und ich wollte schon seit längerer Zeit mal so ein Seminar mitmachen.
Jetzt war es also so weit und ein kleiner Traum ging in Erfüllung. Was dann echt perfekt dazu war, dass das Wetter Montag und Dienstag absolut spitze war und ich wirklich draußen am See in der Sonne mit meinem Buch Zeit verbringen konnte.
Bei den insgesamt 14 Unterrichtseinheiten ist mir immer wieder aufgefallen, dass die ganze Plagerei durch meinen Klavierlehrer, was Kadenzen und so Zeug anging, doch seinen Sinn hatte und ich jetzt endlich mal etwas davon umsetzen konnte. Zudem hatte ich dadurch eigentlich nie Verständnisprobleme, was die Theorie anging. Außerdem mag ich diesen von meinem Klavierlehrer oft zitierten Dominant-Sept-Akkord (den ich damals nicht mehr leiden konnte, weil der ach so wichtig ist und ich nie wirklich dahinter gestiegen bin, wofür ich den brauch, wenn ich Klassik spiele….) jetzt sehr.
Seit gestern Nachmittag kribbelt es mich nur so in den Fingern und ich würde am liebsten den ganzen Tag nur üben und neues ausprobieren bzw. das, was ich jetzt in der Theorie alles weiß, lernen und anwenden. Wir hatten bei wdl nachmittags immer die Gelegenheit, zu üben. Man konnte sich in die entsprechenden Pläne eintragen, um eins der sechs Klaviere zu nutzen. Hatte das Glück, immer rechtzeitig für den Konzertflügel am Plan gewesen zu sein :)))
Nun probiere ich also alles mögliche aus. Und habe dauernd Ohrwürmer von irgendwelchen Rhythmen, Übergängen, Intros, Shuffle-Versionen usw :). Immerhin stellten meine Schwester und ihr Freund schon gleich gestern eine Veränderung fest und so denke ich, bin ich auf dem Weg, wirklich mehr aus einer Liedbegleitung rauszuholen, als ich es bisher getan hab. Und das spornt natürlich enorm an.
Die Zeit mit Ruhe, und einfach so an nichts denken müssen, ist also vorbei und ich bin wieder zu Hause. Sitze über meinen Bewerbungen, die mir gar keinen Spaß machen und habe einige Arbeitstage vor mir, von denen ich mir erhoffe, dass sie schnell rumgehen. Andererseits ist dann auch die letzte Woche Ferien schon da. Naja, die Uhr bleibt leider nicht stehen. So ist das eben. Ich genieße noch die Stunden, die ich zur Zeit noch guten Gewissens, oder zumindest fast immer, vor dem Klavier verbringen kann.
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