Weltbewegende Nichtigkeiten


Befreiungsschlag
Mittwoch, 25. Juni 2008, 15:08
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Alle Tabs geschlossen. Meinen USB wieder in seine Ecke verbannt. Und schon ist alles viel schöner ;)

Jetzt habe ich die Woche mit meinen fünf Vortägen/Referaten auch rum. Heute noch die Seminararbeit überlebt. Wobei ich sagen muss, mittlerweile ist es nicht mehr so das Drama, sich vorne hinstellen zu müssen. Ist eigentlich gar nicht unempfehlenswert so eine Woche ;).

Das einzig negative war heute, dass wir genau das bemängelt bekommen haben, wo wir meinten, dass wir wenn dann damit punkten können. Naja, was solls. Dafür - und das muss ich sagen, finde ich schon enorm - habe ich es geschafft (mein Partner auch nur mit einer Minute Abweichung) genau meine zweimal 15 Minuten Vortrag einzuhalten. Eine absolute Punktlandung, obwohl ich das ganze nie wirklich real durchgegangen bin, nur in Gedanken formuliert habe und mir ungefähr ein Bild gemacht habe, wie viel ich wohl hinbekommen würde an Minuten. Es wäre auch nicht schlimm gewesen, wenn ich im ersten Teil beispielsweise nur 12 Minuten und im zweiten dann 17 Minuten lang geredet hätte - womit ich eigentlich gerechnet hatte. Aber so ist das natürlich nochmal eine Spur besser.

Jetzt kann ich mich also in die Prüfungsvorbereitung stürzen, immerhin habe ich nächste Woche die erste, darauf die Woche zwei weitere und in der dritten dann noch drei. Der Stoff will leider noch gelenrt werden. Aber naja, ich fühle mich gerade eher wie im Urlaub angekommen.

Ach ja, ich bin noch gespannt, wann ich einschlafen werde. Meine letzten nächste waren mangels früherer Konzentration und Disziplin etwas kürzer. Und die wurden eigentlich nur von Tag äh Nacht zu Nacht noch kürzer. Nun ja, ich habe die Zeit gut mit Kaffee und Cola überstanden ;)

Ansonsten muss jetzt noch mein Zimmer wieder Ordnung bekommen, hat mal wieder etwas gelitten…

So, aber für heute habe ich mir den Rest als FH-frei eingetragen, immer alles mit der Ruhe…



Genießen
Samstag, 21. Juni 2008, 11:16
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Eigentlich hätte ich heute im Laden sein sollen oder auch nicht. Je nachdem, wie man das jetzt sieht. Auf jeden Fall war ich dort, um gesagt zu bekommen, dass ich nicht dort zu sein brauche. Sehr schön, weil ich nämlich noch so einiges für die FH zu tun habe und somit kann ich da jetzt den ganzen Tag gut weiter dran arbeiten.
Zu diesem erfreulichen Umstand kommt noch hinzu, dass es hier, wie wohl vielerorts in Deutschland zur Zeit, sehr schön warm ist. So sitze ich also mit meinem Laptop auf der Terrasse im Liegestuhl mit kurzer Hose und Bikinioberteil, man will ja braun werden. Und da ich dazu leider etwas länger brauche, muss man jede Gelegenheit irgendwie nutzen. Natürlich auch gleich mal mit Sonnencreme eingeschmiert, nicht dass ich meinen Terrassenausflug allzu schnell bereue. So riecht hier irgendwie alles nach Urlaub und eigentlich fühle ich mich auch so. Da lässt es sich glatt besser an der Seminararbeit schreiben, wie ich schon festgestellt habe. Das freut mich dann doch wirklich sehr. Vielleich bekomme ich heute fast alles fertig, das wäre so mein Traumziel, ich werde mich ranhalten ;)

PS: Der einzige Nachteil mit einem Laptop in der Sonne ist definitiv, dass mein Touchpad sofort alles an Hitze zu speichern scheint, das ist enorm heiß, aber ich werde es überleben. Arbeite ich halt mehr mit Tastenkombinationen…



Veränderung, Erlebtes, auf Achse - einfach mein Leben
Montag, 9. Juni 2008, 21:08
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Vor anderthalb Monaten fing also alles an. Alles ist hier zwar etwas relativ zu sehen, aber es trug sich zu, dass zwei Menschen doch zueinander gefunden haben. Welche da meine Wenigkeit und die des Jugendpastors, ach ne, ab jetzt also Markus, wären.
So las man dann auch weniger hier. Ich war unterwegs, unter anderem längere Zeit mit ihm. Habe zwischenzeitlich Sushi probiert. Und bin letzte Woche aus Manchester von einer Exkursion heimgekehrt. Seitdem ordne ich meinen Alltag. Dh ich habe mich langsam wieder hineingefunden. Leider sieht der gerade vor, dass ich viel Zeit mit Vorträgen und Prüfungsvorbereitung verbringe. Von dem her fühle ich mich gerade nur halb entspannt. Also “privat” entspannt ;) und “beruflich” [haha] eher weniger. Aber das Ende des Semesters ist gar nicht mehr so weit entfernt, darauf freue ich mich sehr. Es macht mir zwar auch ein bisschen Angst zu sehen, wie die Zeit schwindet, aber so ist das eben. Keine Uhr bleibt stehen. Ist aber auch schön, sonst würde man ja immer nur auf der Stelle treten.
Von dem her, falls ich mal wieder so wenig Zeit habe, kurz angebunden bin und mich selten blicken lasse, dann liegt es nur vielleicht an dem lieben Markus ;)



12,80 für ein gutes Gewissen
Mittwoch, 28. Mai 2008, 8:40
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Tja, so fing der Tag heute also an. Nachdem ich nochmal alles durchgehe, was ich unbedingt brauche, schon im ersten Zug sitzend, prüfe ich auch nochmal alle Karten, die ich brauche, das Geld etc. Und bemerke, dass ich die Fahrkarte für heute inklusive der Bahncard aussortiert habe, weil ich nicht mit allen alten Fahrkarten im Geldbeutel (der ist nicht so sagenhaft groß, da fällt das schon ins Gewicht bzw. in die Größe…) verreisen wollte. Tja, also blieb mir nichts anderes übrig, als dann im ALEX eine neue Fahrkarte zu kaufen, ohne Bahncard-Ermäßigung. Schon bitter. Aber naja, wenn das alles war, was ich vergessen habe, soll es ok sein. Ich habe mich noch gefragt, ob es günstiger gekommen wäre, wenn ich beim Schwarzfahren erwischt worden wäre. Dann hätte ich vermutlich die Fahrkarte, die ja bereits existiert, mit dem Kaufdatum von gestern, einreichen können und damit wären allerhöchstens Bearbeitungsgebühren fällig geworden. Aber das konnte ich mit meinem Gewissen dann doch nicht vereinbaren. Im Nachhinein hätte ich mir das tatsächlich sparen können, weil ich nicht kontrolliert wurde, allerdings kommt das sehr seltem im ALEX vor. Vielleicht wollte die Schaffnerin mich auch nicht wecken, aber auch das ist eignetlich die Ausnahme. Gestern hat die Resi der Dame erzählt, dass ich also die gleiche Fahrkarte habe wie sie und deshalb ruhig weiter schlafen kann, oder so was ähnliches. Zumindest hat es funktioniert ;) Und ja, ich bin auch gestern nicht schwarzgefahren. Natürlich nicht.

So, aber für alle, die nicht wissen, wohin ich nun schon wieder verschwinde, hier noch ein paar Worte dazu. Heute Abend geht mein Flieger von Stuttgart nach Manchester. Mit 36 anderen Studenten aus meinem Schwerpunkt werden wir uns also Manchester ansehen, Man U besuchen, Liverpool besichtigen und sonst noch so Kleinigkeiten tun. Ich bin zwar gerade nicht sagenhaft motiviert für die Fahrt, aber ich denke, es wird schon eine sehr schöne Zeit werden. Außerdem habe ich meine Kamera dabei, die mir mein Vater besorgt hat und für die werde ich hoffentlich viel Zeit finden. Schön wäre es zumindest.
Rückkehren werde ich dann Montag Morgen, wobei wir leider nachmittags noch die Vorlesungen besuchen müssen, sodass ich wie immer montags erst abends zu Hause ankommen werde.

Worauf ich mich heute besonders freue ist der Flughafen und das Fliegen. Ich liebe es einfach. Mich fasziniert die Gelassenheit inmitten des Trubels - immer wieder aus Neue. Außerdem sind Flughäfen und Flugzeuge für mich eine Art der bildlichen Darstellung von Fernweh.

Und ich freue mich jetzt zur Abwechslung doch mal darauf, ab Dienstag wieder dem ganz normalen Alltag nachgehen zu können, nachdem ich dann einiges unterwegs war. Mein Zimmer ist doch gar nicht so schlecht und die Zeit daheim zwischen der einen und anderen Sache fast ausschließlich zum Waschen, Arbeiten und Post erledigen zu verwenden, finde ich auf Dauer nicht sagenhaft reizend. So, jetzt also Manchester. Ich wünsche allen, die hier bleiben ;), eine gute Zeit und freue mich, zumindest dem ein oder anderem nächste Woche wieder zu begegnen zu können. +

Der nächste Punkt der schön-Dinge-im-Leben - Liste wird dann erst nächste Woche erscheinen…



Zusammenfassung/Update/whatever
Montag, 5. Mai 2008, 9:25
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So, nun sitze ich gerade in der FH, zu faul, mich mit Fachlichem zu beschäftigen und so verbringe ich die Zeit damit, mir Nackenschmerzen zu holen, weil die Tische hier in den PC-Räumen einfach zu hoch sind. Meiner Ansicht nach zumindest.
Mir fiel auf, dass ich schon länger nichts mehr von mir hab hören lassen äh lesen lassen. Irgendwie war immer was los und wenn mal nicht, dann war ich zu vergesslich. Oder so ähnlich. Egal. Auf jeden Fall jetzt mal grad ein Update mit absolut weltbewegenden Nichtigkeiten.

Vor gut zwei Wochen, am 20. April 2008, war ich doch tatsächlich das erste Mal auf Deutschlands höchstem Berge. Ein Wochenende Skifahren auf dem Zugspitzblatt und ich war dann doch noch ganz oben, wenn man schon mal in der Nähe ist ;). Das Skifahren war für mich der absolut gelungene Saisonabschluss. Und ich musste feststellen, dass wenig Sicht manchmal sogar sehr hilfreich sein kann. Nämlich im Überwinden der Angst, was nach dem nächsten Hügel kommt [oder ist es eher der Respekt, den man verliert?]. Es bleibt einem nichts anderes mehr übrig, als einfach drauf los zu fahren und hatte dann für mich den schönen Effekt, dass ich wirklich runtergebrettert bin wie nie zuvor. Was dann auch mit dem ersten richtigen Muskelkater vom Skifahren in diesem Winter quittiert wurde, aber ich würde es natürlich wieder tun :) Ich freue mich also jetzt schon auf den nächsten Winter. Jaja, ich mag den Sommer, vor allem, weil man nicht so schnell friert, aber allein wegen dem Skifahren darf es auch gerne danach wieder Winter werden.

Gestern der obligatorische Besuch auf dem süddeutschen Töpfermarkt in Dießen, direkt am See. Meine Mutter und ich sind die letzten paar Kilometer am Ammersee entlang geradelt. Alle andere Töpfermärkte haben mich bislang nicht veranlasst, sie ein weiteres Mal zu besuchen, aber der in Dießen ist so eine Mischung aus dem typischen Töpferkram (meist uninteressant), Kunst und Kultur. Ne Quatsch, Kultur eher weniger. Naja wobei. Auf jeden Fall wohl dann eher erlesene und außergewöhnliche Dinge für den Alltag, so der Luxus des Alltags würde ich sagen. Wenn ich mir manchmal überlege, was für Preise normales Geschirr hat, dann ist vieles eine interessante Alternative zur Massenware. Zumindest ist es einfach ein Genuss, in Ruhe drüber zu schlendern.
Auf dem Heimweg sind wir dann noch im Seehaus eingekehrt, das irgendwo zwischen Dießen und Riederau liegt. Direkt am See. Kann ich empfehlen, auch wenn ich feststellen musste, dass die Preise höher sind als auf dem Gipfel der Zugspitze. Die Terrasse liegt direkt am Ufer vor dem Schilf des Ammersees. Was mich persönlich enorm reizen würde, wäre der Platz am Ende des Steges, nachts wohl mit Fackeln beleuchtet. Die Vorstellung, dort an einem lauen Sommerabend außerordentlich gut bei Candlelight zu speisen, finde ich durchaus attraktiv. Vielleicht mag das ganze für den ein oder anderen etwas kitschig klingen, aber ich finde das irgendwie romantisch. Naja, ich meine, träumen darf man ja mal ;) [Vielleicht sollte ich über meinen Fernsehkonsum nachdenken? Hm, ist wahrscheinlich egal. Ändert ja eh nichts...]

Ansonsten sagt die FH, dass ich einiges zu tun habe. Manchmal ignoriere ich diese Forderung etwas sehr, aber nun, ich war ja noch nie jemand, der weit im Voraus gearbeitet hat. Und so wird auch dieses Semester wohl seinen gewohnten Lauf nehmen. Ich frage mich gerade, ob es jemals ein Student geschafft hat, den Vorsatz “Dieses Semester wird alles anders…” umzusetzen!?! Ich bezweifle es sehr.

Soweit mal für heute. Ich werde jetzt noch ein bisschen die Sonne draußen genießen.



Meinungsäußerungen, PR und die Freiheit
Freitag, 11. April 2008, 12:04
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Ludwig Watzal arbeitet bei der Bundeszentrale für politische Bildung, kurz bpb. Und er hat eine israelfeindliche Haltung. Seit 2005 darf er nur noch privat über seine Ansichten bezüglich Israelis, Palästinensern usw. schreiben, was er ausführlich tut. Soweit ok. Nun werden allerdings die Stimmen lauter, die verlangen, dass er aus seinem Amt bei der bpb ausscheiden soll. Genau wegen dieser Publikationen. Es ist die Rede von einer “munteren Treibjagd rechtszionistischer Kreise auf Ludwig Watzal” [junge Welt].

Wie wird Meinungsfreiheit definiert? Wie weit darf man mit seiner Meinung insbesondere gegen Israel gehen? Bzw. wie weit diese in der Öffentlichkeit vertreten? Was darf, soll und/oder muss man äußern?

Was mich dabei auch beschäftigt, in welchem Maße Medien wie Blog und Podcast besonders bei Themen wie Antisemitismus und Religiongskonflikte im allgemeinen schon heute Einfluss haben. Einiges aus dem Bereich, worüber in der Zeitung berichtet wird, hat seine Wurzeln und Anfänge im Internet, bei Meinungen von Einzelnen, die z.B. über Blogs publizieren und dann in der Zeitung zitiert werden.

Es ist interessant, wie PR und deren gezielter Einsatz über eigentliche Bedürfnisse hinaus oder hinweg nicht nur die Medien, sondern ganze gesellschaftliche oder politische Strömungen prägt, teilweise sogar erst hervorruft und festigt. Wie Meinung manipulierbar ist.



Vorstellungsgespräch
Montag, 7. April 2008, 15:23
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Heute Mittag hatte ich mein erstes Vorstellungsgespräch für mein Praxissemester im Winter. Ein sehr nettes, angenehmes Gespräch. Und vielleicht auch letztes, weil ich die Stelle bekommen würde und diese mir zudem wirklich sehr zusagen würde. Ich habe mir ein paar Tage Bedenkzeit erbeten und werde spätestens Anfang nächster Woche wissen, ob ich den Winter über hier bleibe oder nicht.

Was mir wieder mal aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass man sich doch sehr der Situation und Umgebung anpasst. Der Personalleiter für Aus- und Weiterbildung (wäre dann mein direkt Vorgesetzter) meinte, er könnte sich das gar nicht vorstellen, dass ich so der Mensch wäre, der total gerne mit Gesetzen, Steuern und Formularen umgeht, er schätzt mich eher ein, als würde ich voll gerne mit Menschen arbeiten und das auch sehr gut können.
Das ist finde ich insofern interessant, als dass ich das privat eher weniger von mir sagen würde. Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich weniger der Typ bin, der auf andere zugeht, gleich was zu reden weiß und das Gespräch auch am laufen hält. Fällt mir eigentlich nicht so leicht, aber im beruflichen Kontext - wenn ich so überlege - geht das doch ziemlich gut. Umso besser :)